Carmelo Greco

Parmesan-Soufflé statt Pizza Salami

„Wo ist denn die Antipasti-Theke?“ – diesen Satz bekam Carmelo Greco schon oft zu hören und schaute dabei in verdutzte und enttäuschte Gesichter. Italienische Küche steht in Deutschland häufig ausschließlich für Pizza und Pasta, italienische Restaurants für rot-weiß-karierte Tischdecken, San-Remo-Musik und Korbflaschen als Kerzenhalter.

Carmelo Greco beweist seinen Gästen immer wieder aufs Neue, dass die italienische Küche mehr zu bieten hat als Insalata con Amore.

Viele Jahre überzeugte Carmelo Greco mit seinen italienischen Gerichten die deutschen und internationalen Gäste in der Osteria Enoteca in Frankfurt Rödelheim und erhielt hierfür bereits 1996 einen Stern sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen.
Im November 2010 eröffnete Greco zusammen mit seinen Freunden und Geschäftspartnern Guido Giovo und Chester Sauri in Frankfurt Sachsenhausen sein neues Restaurant Carmelo Greco. Ein Blick in die Speisekarte macht Grecos Konzept deutlich: „Schon immer liegen mir die Verfeinerung und
Neuinterpretationen klassischer italienischer Rezepte am Herzen“, erklärt Greco.

„Wir arbeiten nur mit besten frischen Produkten, die Karte wird immer wieder nach Marktlage wechseln.“ Gerichte wie Ravioli mit Carbonara-Füllung oder Carne su Carne, Fleisch auf Fleisch, eine Variante der traditionellen Gerichte Carpaccio und Carne Cruda, sollen den Gaumen seiner Gäste überraschen und einfach gut schmecken.

Der im Piemont aufgewachsene Carmelo Greco war schon als Kind fasziniert von der Welt des Kochens. Im Hotelrestaurant seines Onkels entdeckte er seine Liebe zum Genuss und beschloss, selbst die Kochlaufbahn einzuschlagen. Nach dem Besuch einer Hotelfachschule arbeitete Greco als Jungkoch im legendären Zwei Sterne-Restaurant „Da Guido“ in Costigliole d’Asti unter der erfahrenen Küchenchefin Lidia Vanzino Alciati, die einen immensen Einfluss auf seinen Kochstil ausübte.

Noch heute spricht Greco voller Bewunderung von der vor kurzem mit fast 80 Jahren verstorbenen Mentorin: „Lidia war die grande dame der piemontesischen Gastronomie. Sie hat durch ihren respektvollen Umgang mit den Essenstraditionen, die sie behutsam verfeinerte und neu interpretierte, ein bedeutendes Stück Kochgeschichte geschrieben.“

Auf der Suche nach neuen kulinarischen Impulsen zog es Greco im Alter von 20 Jahren nach Deutschland, wo er durch Guido Giovo, einen befreundeten Wein- und Delikatessenimporteur, in das Restaurant „Sandrocchia“ in Dreieich bei Frankfurt kam. Dort freundete er sich mit Roland Brzezinski, einem Liebhaber und Kenner italienischer Weine, an.

Nach drei Jahren als Koch im „Sandrocchia“ eröffnete Greco gemeinsam mit Brzezinski die Osteria Enoteca in Frankfurt-Rödelheim. Schnell sprach sich seinerzeit herum, dass Gäste bei Carmelo Greco eine unverfälschte und erstklassige italienische Spitzenküche erwartet, die in Deutschland bis dato nicht zu finden war.

Immer wieder lässt sich Greco auch bei regelmäßigen Besuchen in den Restaurants seiner internationalen Sterne-Kollegen neu inspirieren. Besonderen Eindruck machte vor ein paar Jahren Ferran Adriàs hochmoderne Küche auf ihn, von der er einige Techniken behutsam in seine traditionellen Amuse-Bouche-Kombinationen integriert hat. Doch im Prinzip steht für Carmelo Greco das ursprüngliche Produkt in bestmöglicher Qualität im Vordergrund. Das Kochen begreift er als permanenten Entwicklungsprozess, als nie endende Suche nach neuen Geschmackskombinationen.

Ein Leben fernab des Kochens kann er sich nicht vorstellen. „Ich möchte auch mit achtzig noch am Herd stehen, mit Produkten experimentieren und meine Freunde und die Familie mit gutem Essen glücklich machen.“

Ristorante Carmelo Greco
Ziegelhüttenweg 1-3
60598 Frankfurt
Tel: 069 – 60 60 89 67/-68
Mail: info@carmelo-greco.de
Web: www.carmelo-greco.de

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